Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Ein Weblog über richtiges Bloggen

Ein klein wenig Eigenwerbung | von Matthias

Eigene Installation oder Hoster? Wordpress, Movable Type oder eine andere Alternative? Auf www.richtigbloggen.de werde ich meine Erfahrungen mit der Bloggosphäre weitergeben und Fragen beantworten (vielleicht manchmal neue aufwerfen). Ich freue mich auch über Hinweise auf Blogger-Themen, die ich gerne dort behandle. Die Optimierung von Blogs für Suchmaschinen ist mit Sicherheit ein wichtiges Thema ...

Angehenden Corporate Bloggern darf ich übrigens meine Blogger Seminare bei Macromedia ans Herz legen.

DMOZ-Kats ausmisten

3. Juli 2008 – 18:36 | von Matthias

DMOZ Editor

Heute nehme ich mir ein paar Stunden Zeit, um die von mir betreuten DMOZ-Kats auszumisten und die Warteliste abzubauen. Vor allem unter Programmieren stehen einige Websites, die besser in anderen Kategorien aufgehoben wären. Ich würde das gerne Qualitativ hochwertiger aufbauen und nicht jede Klitsche, die irgendwie “Programmieren” als Dienstleistung anbietet, hier listen. Vor allem die “Web-Programmierer” sind mir ein Dorn im Auge. Hier suche ich noch eine Lösung, die alle Seiten zufrieden stellt.

Etwas aus dem Zusammenhang gerissen noch ein herzliches Danke an Malte für den Hinweis auf die Domain Informatikforum.org.

Burg und Schloss Ebermannsdorf

2. Juli 2008 – 13:43 | von Matthias

Schloss Ebermannsdorf

Normalerweise ist die freie Enyklopädie recht gut ausgebaut, wenn es um heimatkundliche Aspekte geht. Zumindest schien es mir bisher so. Je mehr ich mich jedoch durch den Landkreis Amberg-Sulzbach wühle, um so skeptischer werde ich. Nehmen wir als Beispiel Ebermannsdorf, nur ein paar Kilometer von mir entfernt. Bisher keine Bilder (ich habe gerade zwei hinzugefügt). Der Text ist auch nur mittelprächtig und müsste dringend überarbeitet werden. Sowohl Burg als auch Schloß Ebermannsdorf würde ein eigener Artikel zustehen. Bisher Fehlanzeige.

Das Bild zeigt Schloß Ebermannsdorf von der Eberburg aus gesehen. Im Vordergrund der Friedhof des Ortes, links dahinter die katholische Filialkirche “Johannes der Täufer”. Die Schloßkirche ist über den Treppenturm (in der Mitte des Bildes) vom Schloß aus zugänglich. Rechts im Vordergrund spitzt noch noch das ehemalige Bedienstetenhaus in das Bild. Das Hauptgebäude des Schlosses ist ein zweigeschossiger, langezogener Trackt (auf dem Foto nur ein kleiner Teil im Anschluss zum Treppenturm).

Schwandorf Panorama

1. Juli 2008 – 23:10 | von Matthias

Panorama Schwandorf

Der Blick (Klick auf Bild!) ins Schwandorfer Becken - heute und vom Dachfenster aus. Vielleicht sollte ich mein Arbeitszimmer dorthin verlegen, ausgebaut ist er ja. Wer hat schon so einen Panorama Blick? Am Horizont ist schon der Bayerische Wald zu erkennen.

NACHTRAG: Hier auf den Kreither Höhen hatten 1796 die französischen Revolutionstruppen unter General Jourdan ihre Artilleriestellungen aufgebaut, auf dem gegenüber liegenden Weinberg die Österreicher unter General von Stader. Die Stadt lag zwar genau zwischen den beiden Kriegsgegnern, die Schäden des 3tägigen Geplänkels waren jedoch minimal. Die entscheidende Schlacht fand auch nicht hier, sondern bei Deining (Landkreis Neumarkt).

Hirschwald und St. Stephan in Ensdorf - sowas interessiert mich

28. Juni 2008 – 23:34 | von Matthias

Burg Hohenburg

Heute war einer der seltenen Tage, die ich inzwischen für Foto-Safari habe. Dann setze ich mich ins Auto und fahre einfach einmal los ohne vorher auf die Karte zu sehen. Ich fotografiere was mir gefällt und interessant erscheint. Zuhause sehe ich dann nach, was mir vor die Linse gekommen ist und ob sich eine gezielte Tour zum Objekt lohnt.

Jagdschloss Hirschwald

Unterwegs war ich im westlichen Teil des Landkreis Amberg-Sulzbach, Start und Endstation war Ensdorf. Dort bin ich ein klein wenig von der übrlichen Route abgewichen und bin im Gemeindeteil Hirschwald (liegt mitten im Naturpark Hirschwald) gelandet. Geschichtsträchtger Boden, wie sich herausgestellt hat. Hier stand ein Jagdschloss von Pfalzgraf Freidrich II., von dem sich leider nur das Torhaus erhalten hat. Das kleine, unscheinbar wirkende Kirchlein ist im Kern eine romanische Chorturmkirche. Schade, die Kirche war abgesperrt.

St. Stephan EnsdorfAnschließend habe ich eine Schleife gezogen: Hohenburg, Allersburg, Heimhof, Kümmersbruck, Schlenker über Amberg und wieder nach Ensdorf zurück. Ensdorf ist bekannt für das einst mächtige Kloster, doch kurz vor Sonnenuntergang habe ich mir lieber den wohl vor der Auflösung stehenden Friedhof im Ortskern angesehen.

Der Friedhof ist nicht zu übersehen, denn ein inzwischen von der Zeit vom Verputz befreiter Turm ist der Wegweiser. Er könnte so auch in der Toskana stehen, mit seinen Treppengiebeln und rundbogigen Schallöffnungen. Der Turm ist der verbliebene Rest der 1805 abgebrochenen Pfarrkirche St. Stephan. In der Friedhofsmauer sind Grabplatten eingemauert. An einem glaube ich gotische Minuskeln erkannt zu haben. Bei nächsten Besuch habe ich garantiert Papier und Farbkreide mit dabei. [Nachtrag zum Turm aus Wikipedia: “Ausgrabungen am sog. Stephansturm, dem einzigen Rest der 1805 abgebrochenen Pfarrkirche St. Stephan, erbrachten den Nachweis einer ersten (?) Kirche des 10. Jahrhunderts. Der Turm selbst wurde nach dendrochronologischen Untersuchungen im Jahr 1075 erbaut und ist somit eines der ältesten stehenden Bauwerke der Oberpfalz.”]

Hirschwald und St. Stephan, das sind genau die eher unscheinbaren Dinge, die mich interessieren.

Zu den Bildern: Das erste zeigt die Ruine Hohenburg (liegt bereits auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels der US-Army) von Allersburg aus gesehen. Auf Nummer 2 ist der kümmerliche Rest des kurpfälzischen Jagschlosses zu sehen, das verliebene Torhaus. Auf dem letzten ragt der schon sehr lädierte Turm von St. Stephan in den Abendhimmel. Ein weiteres Bild des Turmes habe ich unter CC-Lizent auf Wikipedia eingestellt; mehr gibt es unter St. Stephan in Ensdorf auf meinen Foto-Blog zu sehen.

Schloss Neidstein in Etzelwang

28. Juni 2008 – 12:32 | von Matthias

Schloss Neidstein in Etzelwang Bild

Manchmal ist es alles andere als einfach, frei nutzbare Bilder für die Verwendung in Wikipedia aufzutreiben. Ein Beispiel dafür ist das Schloss Neidstein. Die Natur verhindert recht erfolgreich, dass es Fotos ohne “störende” Bäume gibt. Das Maximum was es herauszuholen gibt, ist im Fotoalbum der Gemeinde zu sehen. Und der neue Besitzer, die Hollywood-Größe Nicolas Cage, hat natürlich auch nur sehr begrenztes Interesse, seinen Besitz ablichten zu lassen.

Nach längerer Suche bin ich auf eine Bleistiftzeichnung aus dem Jahr 1832 gestoßen, die Schloss Neidstein und die ehemalige Burg (nun Ruine) im Hintergrund zeigt. Für ein Foto müsste man ganz gewaltig abholzen.

Der Wikipedia-Artikel über Neidstein ist lesenswert, nicht weil der Inhalt so prickelnd wäre, sondern weil es die Entkernung eines Kulturgutes dokumentiert. Den Kaufpreis von 2 Millionen Euro hat sich Nicolas Cage nach meiner Schätzung inzwischen durch den Verkauf des kompletten Inventars (inklusive Bibliothek) refinanziert. Für Cage kein schlechtes Geschäft: 165 ha Land und ein Schloss für eine Hand voll Dollars. Dass damit ein Stück Geschichte zerstört wird, kümmert den Schauspieler wohl wenig. Schade, dass die Gesetzeslage in Deutschland so ein unkultiviertes Vorgehen zulässt.