Vintage oder Retro Computing
14. Mai 2008 – 08:51 | von Matthias
Vintage oder Retro Computing sind schon seit längeren voll im Trend. Die Gründe, sich mit alten Rechnern zu beschäftigen sind vielfältig. Die einen erinnern sich eben gerne “an das erste Mal” zurück, andere möchten einfach die Technik dahinter verstehen oder müssen sich beruflich damit beschäftigen. Ich sortiere gerade meine Software mächtig aus und bei der Gelegenheit bin ich in den Untiefen der Boxen und Schachteln auch auf alte DOS Software gestoßen. Damals passten noch Computerspiele auf 3.5 Zoll Disketten. Aces of the Deep (5 Disks), Siedler (2 Disks) oder Civilisation (4 Disks), alle aus dem Jahr 1994. Was ich damit anfangen soll, das weiß ich noch nicht. Vielleicht Robert Basic vermachen, der auch so ein alter Knacker (Selbstaussage) wie ich ist und anscheinend mit modernen Flash-Spielchen so seine Probleme hat. Einen dankbaren Abnehmer für diverse “seriöse” MS-DOS und C/PM-Software habe ich schon gefunden: Das Computer-Museum. Ich hätte gar nicht mehr die Hardware-Vorraussetzungen, um eine 5 1/4 Diskette (im Bild Quick Basic 4.5) auslesen zu können.
Ich weiss gar nicht, ob es schon eine derartige Dienstleistung für Unternehmen gibt, aber der Bedarf dürfte sehr groß sein: Irgendwie (da müsste ich meinen Steuerberater fragen) gibt es doch gesetzliche Regelungen, dass bestimmte Unterlagen 10 Jahre bereit gehalten werden müssen. Dazu gehören auch digitale Dokumente. Gut, Daten lassen sich sicher lagern. Die Frage ist nur, habe ich nach 8 Jahren noch die passende Software und v.a. Hardware parat, diese Daten auch ansehen zu können?

2 Kommentare zu “Vintage oder Retro Computing”
JH schrieb am 24. Mai 2008 | Reply
fehlende ‘backward compatibility’ stellt m.E. tatsächlich oft ein Problem dar. Schon erlebt: $wissenschaftliche_einrichtung hat $standardwerk nur noch auf word perfect (5 1/4″, klar). Gut, wenn man die alten Systeme einfach einlagert: http://amorphe-welt.blogspot.com
Meines wissens gibt es für so etwas tatsächlich schon Dienstleister bzw. die Rechenzentren der jeweiligen Institutionen sorgen bestenfalls für Rückwärtskompatibilität.