Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Wirtschaftssprache

29. Juli 2007 – 05:59 | von Matthias

Für mich ist das manager magazin (mm), der Havard Business Manager (aus dem gleichen Hause) und brand eins die besten Wirtschaftsmagazine, die es momentan zu kaufen gibt. Sie sind einfach so erfrischend ehrlich. Der Artikel Jetzt mal Klartext spricht mir sowas von aus der Seele: Gekünstelt, aufgebläht, englisch durchsetzt - Mit schlechtem Deutsch nerven Manager nicht nur ihre Umwelt - sie schaden auch der eigenen Karriere. Dem kann ich nur zustimmen.

Keine Branche bleibt von diesen Phrasendreschern verschont, besonders meine nicht. Gerade SEO-Kollegen, die sich geradezu hypnotisert auf angebliche US-Vorbilder fixieren, sind hierfür gute Beispiele. Statt der Frage Gehört das Projekt Dir hört man Ist das Deine Property … Was klingt an Brand kompetenter als das deutsche Wort Marke? Das mm hat hier einen klaren Standpunkt: Trivialitäten sollen kompetent klingen. Meine Meinung: Oftmals soll mangelndes Wissen kaschiert werden.

Inzwischen setzt sich in der Werbebranche die Erkenntnis durch, dass es in der Kommunikation mit dem Endkunden doch besser ist, eine verständliche Sprachauswahl zu nutzen. Einen Wettbewerb, möglichst viele Fach- und Fremdwörter in ein Satzmonster zu bauen, gibt es nicht. Auch nicht in Fachgesprächen. Besonders in Fachgesprächen. Besonders wenn man die Bedeutung der verwendeten Fachbegriffe nicht begreift. Für das Begreifen ist es wiederum sehr nützlich, wenn man sich Umschreibungen in deutscher Sprache zurechtlegt. Diese Umschreibung kann man dann wiederum im Gespräch mit den Kunden verwenden. Klartext reden, sozusagen.

Weiterlesen über die Innovationsschwätzer (von Markus Reiter).

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