Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Thorsten Ahlers in bestlife

28. Februar 2007 – 12:57 | von Matthias

Mit einem breiten Grinsen, visionär dreinblickend steht er da – mit zu kurzer Anzughose, Stifeletten (geht gar nicht!), zu kurz gebundenener Krawatte und glänzendem Gesicht. Thorsten Ahlers, der designierte Chef von AOL Deutschland, sollte als erstes seine PR-Abteilung komplett feuern. In einem locker flockig geschriebenen Beitrag in der aktuellen bestlife (2/07) erfährt man so einiges über den kommenden Mann der deutschen AOL. „Ich schätze, dass fast 50 Prozent der Männer zwischen 30 und 40 die Frau an ihrer Seite über das Internet gefunden haben“, lässt sich der Medien-Manager zitieren, „ob sie es zugeben oder nicht.“ Und dann wir Parship als Empfehlung nachgeschoben, das mit einem 30 minütigen Psychotest ein Profil erstellt und so die passenden Partner herausfiltert. Nun, gut. Eine äußerst gewagte These Herr Ahlers. Weiterhin weiß ich jetzt, dass Herr AOL seine Kontakte ausschließlich über Xing verwaltet, weil es ja so praktisch ist. Nun könnte ich jedoch auf Anhieb ein paar wirklich wichtige Männer in diesem Business nennen, die überhaupt kein Xing Profil haben. Was macht Herr Ahlers dann? Wäre eine interessante Frage gewesen. Dass ihn textlastige Sites eher abschrecken sei ihm verziehen, denn er verdient seine Brötchen bei AOL. Interessant finde ich seine Aussage, dass ein Hotelier sich von einer negativen Bewertung bei Expedia.de beindrucken lässt. Zum Schluss darf Herr Ahlers dann noch die AOL-eigene Reise-Community loben. Ach, beinahe hätte ich es vergessen: Natürlich hat Ahlers Web 2.0 genau so kommen sehen. Warten wir hab, was der Stern am AOL-Himmel aus dem verbliebenen Rumpfgeschäft machen darf. Bestlife, irgendwie ein klein wenig unter deinem Niveau.

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