Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Wiki statt Blog

2. Januar 2007 – 10:05 | von Matthias

Wird 2007 das Jahr des Wiki? Ich erwarte zumindest eine deutliche Steigerung der Anzahl. Meine Einschätzung hängt damit zusammen, dass Google mit Jots bald einen eigenen wiki-like Service starten wird. Auch gibt es inzwischen eine Reihe von erstklassigen Wiki-Hostern die es erlauben, fließend von kostenlosen (werbefinanzierten) auf kostenpflichtige (dann werbefreie) Angebote umzusteigen. Unter reise.pbwiki.com und bayern.wikispaces.com habe ich zwei Testprojekte angelegt, die ich nach und nach verlinken und befüllen werde. Und das ist der andere Grund, warum ich einen Trend zu Wikis sehe: Ein Wiki ist immer eine Baustelle. Niemand stört sich daran. Aber einen Wiki kann ich befüllen, wenn und wann ich Lust dazu habe. Ich kann einzelne Beiträge erweitern, umschreiben oder verschieben. Oder an einem Tag 20 Seiten einstellen und dann wiederum monatelang den Wiki nicht anfassen. Das kann ich mit einem Weblog nicht, das will regelmäßig gepflegt werden.

Wäre es nicht einmal interessant, ein Artikelverzeichnis auf Basis von Wiki-Software aufzubauen? Nur einmal so als Gedankenanregung: Einen interessanten Fachbereich aus Wikipedia herausgreifen und die Texte umschreiben (lassen). Wer mitmacht, bekommt einen themenrelevanten Link. Wäre das nicht eine gute Idee?

  1. 3 Kommentare zu “Wiki statt Blog”

  2. Nils Langner schrieb am 3. Jan 2007 | Reply

    Wiki statt Blog !?! Warum nicht beides vereinen? Wir versuchen das bei unserem Ansatz eines eBusiness Portals zu realisieren. Das ganze findet man in einer beta Version auf www.eBusiness08.de. Experten zu bestimmten Themen können Ihr Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Auf der Expertenprofilseite wird das ganze dann in Zukunft als eine Art Blog angezeigt. Jeder kann also was zu unserem eBusiness Wörterbuch beitragen.
    Wir wollen mit dem Projekt spätestens am 1. Februar starten. Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust mitzuarbeiten und unser Soziales Netzwerk zu unterstützen.

  3. user schrieb am 4. Jan 2007 | Reply

    Das Problem sehe ich nun wieder darin, das dadurch zuviel Unwissenheit bzw. Halbwissen im Internet platziert wird.
    Und irgendwann werden es die werbenden Unternehmen (wohl immer noch die Haupteinnahmequelle) auch merken und mit ihren Geld wo anders hingehen

    Wenn man es dann auf die Spitze treibt, werden mutwillig falsche Inhalte publiziert um irgendwelche Interessengruppe für sich zu gewinnen bzw. gegen einen Mitkonkurrenten aufzubringen.
    (Bei Blogs traut man den Inhalten nicht immer, aber aus Wikis wird er kopiert wie noch nie. Warum auch immer?)

    Das der “Blogbereich” im Internet schon ausgeschlachtet ist, ist wahr, aber eine Namensänderung von Blog in Wiki, wird das Problem nicht lösen.

    Den einzigsten Vorteil sehe ich eigentlich nur darin, das der User weiter in den Hintergrund rutscht, also keine Selbstverherrlichung wie in manchen Blogs, und nur noch der Inhalt zählt.

    Ich denke aber mehr das aufgrund von FOREN, evtl. Wikis entstehen.
    Bestimmte Themen die in einem Forum oft bzw. besonders gründlich diskutiert worden sind, werden von bestimmten Users (z.B. Forum-Moderatoren) zu einem Artikel umgeschrieben.
    Das entlastet das Forum und hat den Vorteil dass das Forum inhaltlich sehr gut dar steht.

  4. Jörg Weisner schrieb am 14. Jan 2007 | Reply

    Die Idee mit den Wikis finde ich gut.
    Ich überlege seit einiger Zeit innerhalb unserer Familie eines aufzubauen, habe aber noch nicht die richtige Plattform gefunden.
    Bei Deinem Reise-Wiki kann ich gern etwas dazu beitragen, z.B. über Schleswig-Holstein.

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