Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Weihnachtsgeschenke

14. Dezember 2006 – 14:48 | von Matthias

Inzwischen ist es mir fast peinlich. Eigentlich wollte ich die Geschenkeorgie an Weihnachten nicht mitmachen. Da aber nun täglich tolle Geschenke bei mir auflaufen, überlege ich es mir noch einmal.

Heute Mittag lag etwas ganz Feines von Cyb im Briefkasten. Eine Tafel bester Valrhona Schokolade im Briefkasten mit dem Begleitzettel “Eat Spam”. Valrhona ist natürlich alles andere als Spam sondern eine der feinsten Schockoladen weltweit. Danke, Herr Kollege! Hätte ich nicht erwartet.

Ein Wochenende im 5-Sterne-Hotel mit allem inklusive für eine nettes Telefongespräch über die Auswahl von Schlüsselbegriffen für Adwords aus dem Bereich Wellness … da war ich auf baff. Wenn ich “gut drauf” bin, ist das auch für Interessenten ein kostenloser Service. Ist mir noch nie passiert. Danke!

Geradezu sprachlos war ich über ein wirklich sündteures Sushi-Messer von einem Kunden, der im Sommer mit meiner Arbeit gar nicht so zufrieden schien. Nein, damit soll ich nicht das Harakiri vollziehen. Dabei lag ein zweiseitiges Dankesschreiben mit der Bitte um einen Jahresvertrag in 2007. Ich bin platt.

  1. 6 Kommentare zu “Weihnachtsgeschenke”

  2. Franz "der Geist, der stets verneint" Rieger schrieb am 18. Dez 2006 | Reply

    Oh du schöne Weihnacht überall…

    Der Weihnachtsmann ist auf Tour und bringt zum Fest der Liebe viele Geschenke, was gleichbedeutend ist mit: der alljährliche Wahnsinn kann beginnen! Millionen Menschen bewegen sich bereits am Rande des Herzinfarkts, der Heiligabend-Stress und die Verwandtschaftsbesuche an den Feiertagen sorgen für ihr übriges, um die staade Zeit so richtig zu genießen und in ein Erfolg versprechendes neues Jahr zu starten.

    Das ist Grund genug für „den Rieger“ ein wenig zu diesem Thema zu granteln.

    Auf jedem Marktplatz der Region lauern nun die Glühwein-Syndikate und Lebkuchen-Mafiosi auf ihre Opfer, um ihre Waren von sehr überschaubarer Qualität zu Oktoberfestpreisen, das ja bekanntlich das schönste Volksfest auf Erden ist, an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Für Optiker ist dies sicherlich die schönste Zeit des Jahres, denn so mancher hat sich schon in einer ‘gar festlich illuminierten’ Innenstadt gehörig die Augen verblitzt.

    Auch so mache äußerst geschmackvolle Äußerung der Vorfreude bleibt nachhaltig in Gedächtnis des kritischen Beobachters. So wird die Fahrt durch ein klassisches deutsches Neubaugebiet ein unglaublich dichtes, sinnliches Erlebnis.

    Kletternde Weihnachtsmänner (auf deutsch „Santas“) bevölkern die Fassaden, Die Kernkraftwerke Isar 1 und 2 schrubben sich den Wolf, um die Energie für die liebevolle Festbeleuchtung in sämtlichen Fenstern zu erzeugen. Ist Ihnen in diesem Zusammenhang schon aufgefallen, dass es sich dabei häufig um Alt-68er (das klassische Lehrer-Ehepaar) handelt, die dann über das Jahr hinweg die hohen Strompreise monieren?

    Ein interessantes Umfragethema wäre auch „Was ist Weihnachten?“, wobei die Antworten wie so oft vorprogrammiert wären. Hier die Top 10 der vermutlichen Favoriten:

    1. „Geschenke!“
    2. „Präsente!“
    3. „Gaben!“
    4. „Fressen!“
    5. „Hilfe, Verwandtschaft!“
    6. „Optimal, in diesem Jahr fallen die Feiertag auf einen Montag und Dienstag!“
    7. „Oh Gott, der Stress mit dem Umtauschen am 27.!“
    8. „Glühwein, Christkindlmarkt, Knackersemmel – cool!“
    9. „Ich glaube zwar schon irgendwie an Gott, aber nicht an die Kirche!“ (Wir hatten bessere Ausreden, um uns vor der Christmette zu drücken)
    10. „Die Feier der Geburt von Gottes Sohn!“ (wie einsam muss ein Mensch sein, um diese Antwort zu geben?)

    Nun gibt es also kein Entrinnen mehr, die Frage „Was schenke ich meinen Liebsten zu Weihnachten?“ geißelt die Nation.

    Was wird es sein? Das neueste Handy mit eingebauter Kamera, das dank langer Bildübertragungszeiten den Netzanbietern ebenfalls einen satten pecunären Weihnachtsgruß entsendet oder doch das Ballerspiel ‘Kill Everything Vol. 37′, Freigabe ab 6 Jahren, das den jungen Menschen einfühlsam und pädagogisch wertvoll auf den harten Erwachsenenalltag vorbereitet? So mancher sehnt sich die glücklichen Kindertage zurück, als man den Menschen, die man gern hatte, einfach ein Bild gemalt hat. Ab einem bestimmten Alter muss man sich jedoch selbst einen Gedanken machen, auch wenn dies eigentlich nicht mehr dem aktuellen Trend entspricht.

    Das moderne Geschenk muss

    - billig sein
    - teuer aussehen
    - der Gegenrechnung (’was habe ich geschenkt und dafür bekommen?’) standhalten
    -ausgefallen und
    - kreativ sein.

    Um dem Zeitgeist Rechnung zu tragen, sehen Sie bitte von sinnvollen Geschenk-Klassikern ab, denn schon große Geister wussten beispielsweise frühzeitig:

    ‘Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn.’
    Erasmus von Rotterdam , (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist

    Ohne dem geneigten Leser sprichwörtlich die „Zähne lang“ machen zu wollen möchte der Rieger seine Weihnachtszeit skizzieren:

    - Der Punkt „Geschenke“ entfällt, jeder kauft sich in der Familie seine Unterhosen, Krawatten usw. selbst.
    - Heiligabend: Der Rieger kocht für die Familie (sein Hobby), verbringt einige lustige Stunden und fährt wieder nach Hause.
    -Die Weihnachtsfeiertage: Diese Tage sind frei von jeglichem fixen Terminen und Verpflichtungen (@Matthias: vielleicht eine Ausnahme am 25., Stichwort “da wo die Erwachsenen feiern”). Einziger wichtiger Punkt: Wenden nicht vergessen, um sich auf dem Kanapee nicht wund zu liegen!

    Und, neidisch?

    In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen beim Christmas-Shopping und möchte Ihnen einen Lichtstreif am Horizont mit auf den steinigen, mühseeligen Weg durch die Einkaufspassagen geben: Durchhalten, am 26. Dezember ist ja schon wieder alles vorbei! Allerdings erinnere ich bereits jetzt an eine weitere brennende, das ganze Jahr über verdrängte Frage, die sich spätestens nach Weihnachten stellen wird: ‘Was machen wir in diesem Jahr an Silvester?’

  3. horst fleischmann schrieb am 19. Dez 2006 | Reply

    ein geistiger weihnachtserguss vom “grantl”…und da sagt er, dass ihm immer nichts einfällt, was er reden soll ;-) auf in die partymaus und rock on!

  4. Weihnachtsgeschenk schrieb am 28. Apr 2007 | Reply

    Schokolade kann auch ein herrliches Vorspiel sein …

  1. 3 Trackback(s)

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