Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Bubble 2.0

2. Juli 2006 – 21:58 | von Matthias

Gerade lese ich im manager magazin den Beitrag “Bis die Blase platzt”. Ich zitiere einfach einmal einen sehr treffenden Satz daraus:

Doch genau wie Ende der 90er Jahre durchläuft auch diesmal wieder eine Geldverschlingende Modewelle die Internetbranche. Damals redeten alle von E-Commerce, heute von Web 2.0.

Schaue ich auf die Börsen-Kennzahlen, dann wird mir wirklich übel: Ebay und Amazon werden mit den 40fachen des Jahresgewinns gehandelt, Google gar mit den 60fachen. Yahoo ist im Gegensatz dazu ein Schnäppchen mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 20. Ein solides Industrieunternehmen mit Substanz wie BMW kommt gerade einmal auf ein KGV von 10.

Irgendwie greift m.E. verspätet der Rindwahn um sich. Flickr soll 35 Millionen wert sein, für MySpace hat der Medien Mogul Murdoch 580 Millionen (13 Mio. Dollar Monatsumsatz!) hingelegt. Ebay weiss noch gar nicht, ob der Skype Deal 2,6 oder 4 Milliarden kostet. Erinnern wir uns einfach daran, dass der Umsatz von Skype (beim Kauf 200 Mio. Dollar) ganz schön eingebrochen ist. Ich habe auch schon einen schönen Namen für das lustige Geldverbrennen: Bubble 2.0, denn Web 2.0 ist auch nur Buzz Wort (das man in Zukunft wohl auch gar nicht mehr frei wird verwenden dürfen).

Remember the Sound of 99.

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