Rein subjektive Ansichten über das digitale Business

Warum ich mit gutem Gewissen noFollow verwende

7. Januar 2006 – 09:55 | von Matthias

Auf Marios SEO-Weblog wird zur Zeit über den Aufbau eines Webkatalogs für noFollow-freie Blogs diskutiert. Auch einige andere Blogger haben sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und noFollow beispielsweise in den Kommentaren deaktiviert.

Ich möchte an dieser Stelle einfach mal begründen, warum ich noFollow verwende:

  • Ich halte noFollow durchaus für einen guten Spam-Schutz, aber nur wenn eine Mehrheit noFollow benutzt. Unddahin wird die Reise wohlauch gehen. Irgendwann ist es dann einfach nicht mehr lohnenswert zu spamen, um Backlinks zu bekommen. Natürlich wird es auch immer Spamer geben, die über Kommentarspam Traffic erzeugen möchten, aber das sind m.E. deutlich weniger und daher auch schon der Anzahl her in den Griff zu bekommen.
  • Der für mich ausschlaggebende Punkt: Ich möchte entscheiden, wer von mir einen echten Link bekommt. Mein Standpunkt war schon immer, dass ich die dicken Großen (z.B. SPIEGEL) nicht auch noch mit PR füttern muss. Auch möchte ich Kommentare der Art “Hey, tolles Weblog, weiter so” nicht unbedingt löschen, aber PageRank ist er mir nicht wert. Ausserdem bekommt jeder, der auf mich verweist, einen sauberen Backlink in einem Beitrag (wenn auch eventuell nicht sofort und nicht unbedingt vom gleichen Blog). Das halte ich für eine saubere und faire Lösung.

NACHTRAG: Ich habe heute auch das CaptCha! PlugIn entfernt, weil ich es nach einer Testphase kommentarfeindlicher als noFollow finde.

NAXHTRAG2: Gegensätzlicher Meinung ist Jörg Petermann, der auf seinen Weblog “Einfach persönlich” Argumente gegen noFollow sammelt.

  1. 8 Kommentare zu “Warum ich mit gutem Gewissen noFollow verwende”

  2. Jörg Petermann schrieb am 9. Jan 2006 | Reply

    So sehr ich mir Deinen ersten Punkt wünschen würde, so wenig glaube ich daran, will Dir Deinen Idealismus auch nicht nehmen.
    Ich halt persönlich von einer Zweiklassen-Gesellschaft nicht viel, es sei denn, dass einige wirklich nur Bloggen, weil sie Links brauchen.

  3. some guy schrieb am 19. Jan 2006 | Reply

    wird wohl zeit ein spam-skript raus zu bringen das nur in nofollow blogs sinnlose kommentare abgibt,… ;)

  4. Frank schrieb am 22. Jan 2007 | Reply

    @ some guy

    Witzige Idee (konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen ;-)), allerdings natürlich zu “böse” gegenüber all den ahnungslosen oder technisch unversierten Blog-Newbies mit vorinstalliertem Nofollow, die dann die Welt nicht mehr verstehen und gleich “vor Schreck” wieder aufhören zu bloggen ;-)

  5. StoiBär schrieb am 28. Jan 2007 | Reply

    zu 1.: Die Antispamtheorie hat sich nach einem Jahr als falsch herausgestellt.
    zu 2.: Solche Kommentar kann man durch ein einfaches Entfernen des Links entkräften.

  6. Sprecher schrieb am 3. Jun 2008 | Reply

    Es gibt für mich vor allem ein Argument gegen nofollows (in Blogs): Wenn ich einen Blog habe, muss ich ihn - wenn es mir ernst ist - doch ohnehin moderieren, um sicher zu gehen, dass das nicht einer andere beleidigt oder sonst einen Unfug treibt. Da kann es dem Blogger doch egal sein, ob er nach Bösewichtern oder Spammern (die ja no nofollow-Blogs gerne Besuchen) schauen muss.

  7. Matthias schrieb am 3. Jun 2008 | Reply

    @Sprecher: So, so. DU guckst also in regelmäßigen Abständen, wo der Link in den Kommentaren noch gut ist? Weil was heute eine schöne Website ist, kann morgen Hard Core Porno sein ;) Und darauf verlinkte ich nur sehr, sehr ungern!

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